Mittwoch, 27. Mai 2015

Ebay Kleinanzeigen: Swimfin oder es hat sich ausgeschwommen!



Es geht um diese Anzeige...

http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-anzeige/swimfin-schwimmhilfe-swim-fin-blau/324946283-18-8006 

Nachricht von Tanja

Heute, 22:18

Hallo.
Ich hätte Interesse an der haiflosse. Ist die noch zuhaben?

Wäre Versand möglich, und was ist ihr letzter Preis? Lg Tanja



Nachricht von mir

Heute, 22:28

Versand als Päckchen, klar.



Nachricht von Tanja

Heute, 22:30

Super,
Was ist ihr Preis?

  • Nachricht von mir

    Heute, 22:42
    Ähm, ich wusste jetzt nicht, dass hier auch "geboten" wird - nnciht dass
    ich da aus Versehen ""VB" eingegeben hätte ... - eigentlich wollte ich
    schon die 15 Euro haben, da wir die Schwimmhilfe kaum benutzt haben -
    und die Extra-Fahrerei zur Post macht das Ganze auch nicht wahnsinnig
    viel komfortabler. Insofern.... weiche ich allerhöchstens auf 13 Euro ab
    = 16. 80 €
    Wenn ja, bräuchte ich die Adresse,
    AK
    Meine Bankdaten:
    AK
    IBAN: XXXXXXXXXXXX
    BIC:    XXXXXXXXXXXX
  • Nachricht von Tanja

    Heute, 22:48
    Nein in ihrer anzeige steht kein VB.
    Auch wenn sie kaum benutzt wurde ist sie gebraucht.
    Bei ebay bekomm ich die für 19.95 euro inkl. Versand. NEU
    Ich zahle ihnen 15 euro inkl Versand?
    Sind wir im Geschäft?
  • Nachricht von mir

    Heute, 22:52
    Äh - nö. Sie hatten ja offenbar ganz klare Vorstellungen, wo Sie mich "haben" Wolten. FAIR wäre gewesen, die gleich zu nennen. Jetzt weiß ich von dem Ebay-Angebot und werde bei der nächsten Anfrage entsprechnd reagieren können. Danke für die Aufklärung - und viel Spaß mit der Schwimmhilfe von Ebay ;-)
  • Nachricht von Tanja

    Heute, 22:56
    Warum jetzt so unfreundlich? Ich habe ihnen nix getan. Ich informiere mich vorher wenn ich eine Anzeige aufgebe.
    Trotzdem schade.
  • Nachricht von mir

    Heute, 22:59
    Ach, so unfreundlich sehe ich mich da gar nicht - nur genauso klar in
    meinen Vorstellungen, wie Sie in Ihren. Ich habe mich übrigens
    informiert - die Unterstellung empfinde ich nun als unfreundlich - aber
    eben bei Amazon. Das einzige, was ich sagte, und das meine ich so, ist,
    dass ich Ihr Vorgehen als unfair empfunden habe. Sie scheinen damit in
    der Regel Erfolg zu haben, aber eben in diesem Fall nicht bei mir :-)
    Und - jo, schade, aber für uns beide mit Sicherheit kein Problem.
    Schönen Abend noch - ich denke, wir dürften uns "ausgesprochen" haben ;-)

    Wer DAS einen Tag später wohl ist?


    Nachricht von privater Anbieter

    Heute, 9:43

    Hallo,
    für 15€ inklusive Versand würde ich die Schwimmflosse gern kaufen.
    Liebe Grüße

Nun, ich habe das Päckchen dann an einen Markus K. in Lauingen verkauft - der war seltsam kurz angebunden, aber gut - ich hatte es geahnt. Ganz ehrlich, sowas von albern - da fehlt doch die innere Größe einer gewissen Tanja..... ich frage mich ja immer noch, warum sie nicht einfach bei Ebay ihre 19.90 BRANDNEUE Flosse bestellt hat. Zumindest aer hielt sie es für ihr Ego offenbar von Nöten, mich darauf hizuweisen, dass sie die Flosse am Ende doch bekommen hat - irgendwie niedlich ;-)

  • Nachricht von Tanja

    Heute, 9:55
    Hallo.
    Das Päckchen ist angekommen.
    " <
    :
  • Nachricht von mir

    Heute, 10:02
    Na, wenn's Ihnen die Scharade wert war ;-)

Mittwoch, 4. März 2015

FUCK YOU!



Es gibt Tage, an denen will man, ganz unzynisch und bodenständig, schreien: „Fuck you!“
Nicht, weil man jemand bestimmtes meint, nicht, weil man die Menschen hasst (was einem durchaus dabei hilft, zu schreien, wenn man sich die landläufige Dummheit vergegenwärtigt!), kaum, weil man glaubt, dadurch etwas ändern zu können. Einfach, weil man in der Stimmung ist, dem Universum mitzuteilen, was man von seinem gegenwärtig offerierten Moment hält.
Heute ist so ein Tag, an dem ich mir die Gunst der Stunde zunutze machte, an einem Rechner zu sitzen, der über einen direkten Draht zur Welt verfügt. Ich beschloss, herauszufinden, wie die Welt antwortet, wenn man ihr das FUCK YOU! Ins Gesicht schreit. Google antwortet mir (und jeder, der sich ein bißchen mit Suchmaschinenoptimierung auskennt, weiß, google antwortet mir mit dem, was ich lesen will):
Auf Seite eins wird mir Lily Allen angeboten als Youtube-Video. Keine echte Überraschung.
Dann Wikipedia. Gut, wenn Flucken (das hat meine Tastatur eben wirklich so geschrieben) Lexikoneinträge braucht – ich hätte auch so gewusst, was das bedeutet. Aber vielleicht muss man einigen Leuten doch nochmal sagen, dass der erhobene Mittelfinger eine wirklich tiefer gehende Bedeutung hat. So wie Cee-Lo Green, auf den der Wikipedia-Eintrag eigentlich verweist.
Bei den Shoppingergebnissen: viele T-Shirts. Billig. Aus China. Fuck you, kauf’ ich nich’.

Also mal die Bildsuche. Aber nicht gleich auf Seite eins schauen....
Irgendwo, ganz weit hinten, da sehe ich dann das tanzende Es. Pussycat. Sie. Ich.

Da gibt es Menschen, die können dieses FUCK YOU! aus den beiden Worten herausheben. Ästhetisieren.




Und darüber freue ich mich. Ich weiß jetzt: in diesem verfickten Universum bin ich nicht allein. Ein Trost, auch wenn das Ergebnis von Google zu mir passend gemacht wurde.
Leute, im Sinne der Selbsterfahrung: Fuck you! Oder schaut Euch schöne Bilder an.



Dies ist ein Post für Pola. Let’s fuck the fucking world!

Freitag, 5. Dezember 2014

Exkurs in ein anderes Leben: Weihnachten im Buchladen

Ja, die Menschen.... sie halten sich nicht einmal an Weihnachten zurück....aber immerhin VERSUCHEN sie, sich zu bilden!

Weihnachten - oder das Wunder einer Massenhypnose (1) :
- "Ich hätte gerne ein Buch. Leider hab ich den Titel vergessen und den Autorennamen auch. Aber der Autor schreibt so über das Leben allgemein!"
- "Ich brauche ein Kochbuch für meine Enkelin, die isst kein Fleisch. Nur Hühnchen und Frikadellen!"...
- "Haben Sie was Humorvolles über Bluthochdruck?"
- "Wo ist denn das Neue Buch von diesem Hape Carpendale?"

Weihnachten - oder das Wunder einer Massenhypnose (Teil 2):
- "Guten Tag, ich hätte gern einen Dudel!" Kleiner Junge stupst Papa empört an: "Das heißt Duden!"
- "Wieso ist denn der Koran so günstig? Ist der etwa noch auf hebräisch?"
- Mädchen blättert in einem Jahrgangsbuch von 1949 und sinniert: "1949...da war doch die französische Revolution, wenn ich mich nicht irre!"
Mutter (schaut begeistert auf ihre Tochter): "Was Du alles weißt!!!"



Mit liebem Dank an S. Schmidt, die uns Einblicke in das adventliche Vor-Weihnachtsleben einer Buchhändlerin gewährt. Mich persönlich interessieren dann auch sehr die Umtauschgespräche zwischen dem 27.12. und de. 31.01.2014

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Gebrochen

Das Atmen fiel schwer. Selbst das Atmen fiel schwer in dieser Familie. Nichts konnte einfach nur leicht sein. Leicht. Schwerelos. Fröhlichkeit, lachende Kinder, ausgelassenes Spiel - all das hatte Tim nie kennengelernt. Tim lebte in einem ihm unbekannten Land zwischen Menschen, denen das Lachen aus dem Gesicht quoll. Warum konnten all diese Menschen lachen? Und weinen?  Er konnte nichts verstehen. Seit sie wegen der Universität hierher gekommen waren, seit er in diesem seltsamen Land gestrandet war, in dem es nur noch die Uni gab, war für Lachen und Weinen kein Platz mehr.

Er fragte sich, warum es sie gab. Seine Eltern zu fragen, wagte er nicht. Er fürchtete, die Antwort, wenn es überhaupt eine gab, würde schmerzen. Oder, wenn sie anders ausfallen sollte, als er erwartete, würde das kurze Glücksgefühl, das er sich erhoffte, so zerbrechlich sein, dass er es besser nicht kennengelernt haben wollte. Eigentlich hatte er immer Angst. Und dann fiel ihm das Atmen schwer. Zu weinen wagte er nicht, denn es brachte in der Regel Verachtung mit sich.
Manchmal, wenn er eigentlich weinen wollte, spielte er das Frage-und-Antwort-Spiel. "Welche Farbe macht rot und gelb? - Orange!" --- "Wo geht die Sonne auf? Im Osten!".... wenn er sich genug Fragen gestellt hatte, konnte er das Weinen vergessen.

Es begann, als er klein war. An einem Tag, als er krank war. Sein Vater schrieb gerade eine wichtige Arbeit. Stören war nicht gut. Wenn man ihn störte, konnte er sehr böse werden. Vielleicht vier war er. Vielleicht fünf. Erinnern tat weh. Er hatte gebrochen. In einem Moment, in dem, wie er später lernte, Eltern normalerweise besorgt sind, einen feuchten Waschlappen holen, die Stirn tupfen, eine Wärmflasche und Kamillentee bereiten. Es war ein solcher Moment, in dem er zum ersten Mal gespürt hatte, dass er allein war. Und dass er nicht weinen sollte.
Sein Vater warf ihm einen Lumpen hin. Seine Mutter schrie ihn an: "Du bringst mich ins Grab!" und presste ihm eine Tablette in den Mund.
Sein Bruder sah ihn mit unbewegtem Blick an. Reglos. Er stand da einfach nur. Es war nicht einmal Hass.
Tim liefen leise Tränen in die Mundwinkel. Was seinem Vater eine Äußerung abrang: "Du Schwächling!"
An diesem Abend schlief Tim schlecht und nahm sich vor, nicht mehr zu weinen.
"Wie weit ist der Mond von der Erde entfernt? 384.401 km"

Der Knochen war gebrochen. Es war der Kiefer. Falscher Moment - gestört. Die Habilitation. Wegen der Professur. Es ging um Bewegung, irgendwie darum, wie der menschliche Körper so funktioniert. Er hätte nicht fragen sollen, ob sein Vater ihm helfen kann bei dem Vortrag des kleinen Jungen in der fünften Klasse über Fledermäuse. Vielleicht waren es auch andere Tiere. Jedenfalls war der Zeitpunkt schlecht gewesen, das hatte Tim begriffen. Er würde vom Fahrrad gefallen sein.
Die Fragen änderten sich: "Wie viel Druck können menschliche Zähne verursachen? 101 Kilo Druck."
Tim lernte viel - je mehr Fragen er sich stellte, umso mehr Antworten fand er.

Einmal hörte er, wie sich Lehrer unterhielten. Über seinen Bruder, der gerade einen Jungen verprügelt hatte. "Was erwartest Du von solch einem Kind? Seine Seele wurde gebrochen... wer will sie dafür verantwortlich machen?" Sie wussten es also. Er war wirklich allein. Als sich die Tränen nach oben kämpften, fragte er sich, woraus die Seele bestünde. Die Antwort ließ auf sich warten.

Tim wurde gut. Er wusste, dass es sinnlos war, seinem Vater zu erzählen, dass er für den Schüler-Forschungs-Preis nominiert worden war. Er würde ihn fragen, wieso, ob er sich da irgendwas im Internet zusammengesucht hätte. So ein Blödsinn, einmal ein bißchen Aufmerksamkeit, was? Naja, Du, Weichei, warum nicht. Ein echter Mann wird aus Dir ohnehin nicht mehr. Er lief an ihm vorbei, stieß ihn. Wie tief kann man fallen, hm, Du Spinner? Da, schau die Kellertreppe runter, wie tief kann man fallen?

Sein Physiklehrer war überzeugt von ihm - aber von der Professur war er noch zu weit entfernt, um gesehen zu werden.
Tim wurde sehr gut. Sein Bruder hatte das Haus längst verlassen. Und er war alleine. Gebrochen. Die Tränen stiegen nicht mehr auf - es war sinnlos nach all den Jahren. Es war nicht mehr weit bis zum Abitur, zum Studium. Aber weit genug. Und dann erst bis zur Professur.
Ausbrechen.
Dann, es war ein Tag im Oktober. Das Atmen fiel ihm schwer. Du? Du bist ein Nichts, Tim. Niemand. Er fiel einfach. Er fiel tief. Und er fragte sich, wie es sein konnte, dass ein Mensch in ein und demselben Augenblick lachen und weinen konnte.

Die Kurzgeschichte "Gebrochen" unterliegt dem Copyright der Inhaberin des Blogs "Geschichten die das Leben schrieb" und darf nicht vervielfältigt werden.
Jedwede Ähnlichkeit mit realen Personen ist unbeabsichtigt und höchstens Zufall. Die Geschichte erfüllt alle wesentlichen Kriterien moderner Kurzprosa und dient der Vorbereitung auf das baden-württembergische Abitur 2015/2016.

 

Gewerkschaftsarbeit oder: GEW, ade!

Nach langem Überlegen beim gestrigen Mittagessen:
"Ich glaube, ich trete aus der GEW aus!"
Mutter: "Bist Du verrückt?"
Tante: "Du spinnst doch!"
Ich: "Leute, Mensch, was ist denn jetzt los? Ich bin erwachsen, ich habe meine Gründe - wollte Ihr mich jetzt enterben, mir das Mittagessen mit Euch verbieten - was ist denn los?!"
Onkel: "Du warst immer schon latent rechts! Als nächstes wählst Du noch CDU und trittst in den Philologenverband ein?!"
Ich: "Das mit dem Philologenverband überlege ich ehrlich....!"
Onkel: "Ich sage es ja, Du warst ja schon immer latent rechts!"
SCHWEIGEN....
Mutter: "Andererseits.... ich bin auch ausgetreten....ABER ICH HATTE GRÜNDE!"
Tante: "Ich auch!"
Onkel: "Ich war nie drin!"
Ich: "AHA! SEHT IHR! Ich habe AUCH Gründe!"
Tante (und Mutter): "DU hast MICH aber noch nicht nach MEINEM gefragt!"
Onkel: schweigt. "Aber dass Du dann gleich so EXTRTEM sein musst und bei den Philologen eintreten *tsts*......"
Schweigen. Was soll man DAZU noch sagen?

Sonntag, 28. September 2014

Man sieht nur mit dem Herzen gut...

... ach ja?

Schommal drüber nachgedacht?

Wie oft handelt man wirklich so, wie es einen das romantisierende und gesellschaftlich überstrapazierte Zitat aus dem Kleinen Prinzen heißt?

MAN SIEHT NUR MIT DEM HERZEN GUT - DAS WESENTLICHE IST FÜR DAS AUGE UNSICHTBAR.
Ein schöner Satz, ein freundlicher Gedanke....

Nochmal ehrlich sein...: die fette Nachbarin, die olle Schabracke, der Proll, der abgeratzte Verkäufer, die frechen Kackbratzen, der räudige Köter, die arroganten Porschefahrer....
Zitat schon mal selbst verwendet?
Na?

Ich verwende den Satz aus gutem Grunde nicht. Denn was ich mit dem Herzen manchmal so zu sehen kriege, öffnet mir die Augen....

Freitag, 2. Mai 2014

Schlangen und das Radrennen um Eschborn

Der Mensch ängstigt sich vor Schlangen. Er fühlt sich durch sie bedroht, selbst wenn sie noch son harmlos ist, verfällt in eine Art Schockstarre, wird in seiner Todesangst in ein Paralleluniversum katapultiert, denn die Schlange bedroht ihn in der Dauer seiner Lebenszeit.

Er sieht eine und nimmt reflexartig reißaus.
Das führt dazu, dass Menschen Schlangen meiden, sie fürchten um ihr Leben und versuchen, ihnen aus dem Weg zu gehen. Sie meiden sie um jeden Preis, entdecken sie eine hinter einem Busch, schleichen sie um sie herum und versuchen, auch auf Kosten anderer, den Kontakt mit der Schlange zu verhindern.

Gestern standen wir hinter einer Schlange.

Wir waren im Opel-Zoo im Taunus, an dem das Radrennen „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ vorbei führte.
 
Einfach nur an der Strecke mitgefilmt: Rund um den... Opel-Zoo 2014


Dieser Anlass führte, wie allen Anwesenden im Vorhinein bekannt war, zu Schlangen. Im Zoo, zum Zoo hin, vom Zoo weg. Wartezeit: eine Stunde bei der Ausfahrt vom Parkplatz - im Regen, der aber bis dato nicht eingesetzt hatte, sprich: alle Schlange-Warter hatten einen schönen, angenehmen Tag (von eigenen menschlichen Unzulänglichkeiten und Diskrepanzen einmal abgesehen) und saßen nun im beheizten Wagen.

Aber, wie wir wissen, alles hat Ende. Auch die Schlange hatte zwei - eines am Anfang, eines am Schluss. Ende der Menschlichkeit.

Wir waren in der Mitte, zu der ein verzweifelt aussehender Mensch sich schließlich im Regen und zu Fuß vorgearbeitet hatte. 
Ob wir ein Überbrückungskabel hätten. Ich spürte die Fragezeichen auf meiner Stirn greifbar werden.
Ähm, ja, klar. 
Meine Schwester, die Kinder alle im Auto, bugsierte die Riesenkarre an der Schlange vorbei. Sie sah bedrohlich aus, zuckte aber nach leisem Protesthupen vor uns zurück.
Der Mann, also das Auto, für das er das Überbrückungskabel brauchte, stand am Anfang der Schlange, in Kopfnähe, dort, wo es am gefährlichsten ist, der Kopf schnappt blitzschnell zur Seite, quert die Straße nach links oder rechts, ob nun Tiere, Kinder oder versprengte Radfahrer im Weg sind, ist ihr egal - Opfer sind Kollateralschäden.

Seine Freundin im Wagen wartend. Wie sich später herausstellte, seit EINER STUNDE. Die Hilfs-Aktion dauerte vier Minuten.

Die Schlange hatte sich fortwährend an ihm vorbei geschoben, und wenn der ADAC wüsste, dass über geschätzte zweihundert Autos ohne Überbrückungskabel durch die Landschaft fahren, würde er seine Vertragsmodalitäten verändern....

Am Ende bekamen wir zehn Euro. Ich weiß nicht, wofür - die beiden Hilfe suchenden sagten, es sei, weil wir die ersten, die einzigen, waren, die ihnen nach über einer Stunde halfen. 
Ablehnen war zwecklos - sie wollten etwas "wieder gut machen". 
Da fielen mir die Fahrer von zweihundert Autos ein, die etwas "wieder gut machen" müssten. Nunja, "wieder" setzt voraus, dass sie schon einmal etwas gut gemacht haben.....




Ich denke, man muss ab heute nicht mehr fragen, wieso ich ein "misanthropisches Menschenbild" habe!


Keine Schlange, aber auch gemein:

 
Im Einzelfall giftiger als eine Schlange: fiese Echse....

Fiese Exen.... sind ein anderes Thema! Das allerdings scheint vorwiegend nur den männlichen Teil der Gesellschaft etwas angeht. Schlangen wirken sich hingegen offenbar geschlechtsunspezifisch als Charakterdeformation aus.